Donnerstag, 4. Oktober 2007

Nachtrag: 1.488 von 3.000

mir hat es dann doch keine ruhe gelassen und ich habe gesucht, wie die stelle von arno schmidt denn genau lautet. hier ist sie:

Es gibt noch weit beunruhigendere Betrachtungen hier! Setzen wir, daß man vom 5000. Tage an leidlich mit Verstand zu lesen fähig sei; dann hätte man, bei einem green old age von 20000, demnach rund 15000 Lesetage zur Verfügung. [...] Sagen wir, durchschnittlich alle 5 Tage 1 neues Buch – dann ergibt sich der erschreckende Umstand, daß man im Laufe des Lebens nur 3000 Bücher zu lesen vermag! Und selbst wenn man nur 3 Tage für eines benötigte, wären’s immer erst arme 5000. Da sollte es doch wahrlich, bei Erwägung der Tatsache, daß es bereits zwischen 10 und 20 Millionen verschiedener Bücher auf unserem Erdrund gibt, sorgfältig auswählen heißen. Ich möchte es noch heilsam=schroffer formulieren:
Sie haben einfach keine Zeit, Kitsch oder auch nur Durchschnittliches zu lesen:
Sie schaffen in Ihrem Leben nicht einmal sämtliche Bände der Hochliteratur!


(Julianische Tage (1961), III/4, S. 91-92)

wenn man bedenkt, dass der text schon über 40 jahre alt ist und er von 20 millionen büchern ausgeht, würde ich schon gerne wissen wie viele millionen heute im umlauf sind. versteh jetzt mal wieder besser die qual in der buchhandlung / bibliothek.

marmeladenakt

gab es da nicht mal ein märchen, in dem jemand in den marmeladentopf gefallen ist? (mag keine märchen, daher nur ne äußerst schwache erinnerung.)

hocke

weitere marmeladenbilder und anderes: hier

1.488 von 3.000

kann ja nicht behaupten, dass ich wirklich so ein zielstrebiger mensch wäre, der pläne schmiedet und die karriere planen würde.
aber irgendwann hat sich dann doch die (fixe) idee im kopf festgesetzt, in meinem leben 3.000 bücher gelesen haben zu wollen.
auf die zahl 3.000 bin nicht ich gekommen, sondern arno schmidt. in einem seiner bücher (müsste ich mal endlich wieder suchen gehen) rechnet er vor, dass mehr als 3.000 für einen normalsterblichen im grunde nicht zu schaffen sind.

nr. 1.488: taavi soininvaara: finisches roulette (aufbau verlag)
wirklich guter krimi, schön verwickelt, mehrere überraschende wendungen und angenehmes personal.

ein klein wenig ausführlicher: hier

sterbedatum

aus langeweile meinen vollen bürgerlichen namen bei google eingegeben. das ergebnis anfangs nicht sehr überraschend, da die bekannten links auftauchten.
war aber dann doch einer dabei, der mir mitteilte, dass ein mensch meines namens im 18. jahrhundert domprobst in hannover gewesen sein soll.
schon komisch, wenn man seinen namen liest - und das sterbedatum dazu.

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ich hab zwar nicht vor hier zu lügen und zu erfinden und zu phantasieren, aber die umstände werden es erforderlich machen, dass ein oder andere dann doch zu 'zu verschieben' oder 'umzubenennen', um niemanden auf die füße zu treten.

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