Montag, 29. Oktober 2007

die große stille

was für ein film! ich bin echt hin und weg!
selten von menschen so beeindruckt gewesen, wie von diesem film, auch wenn ich diese menschen ja gar nicht persönlich kenne.
und während des films ist mir klar geworden, wie laut eigentlich die heizung ist, und wie laut es eigentlich ist, wenn jemand ein ei ißt.
und wie hektisch das bei mir alles ist, und was ich mich allem ausetze und mache und tue.
die mönche dagegen: ruhe, stille, gebet, konzentration - ein ziel, eine aufgabe. bewundernswert.
mich hat schweigen schon immer fasziniert (auch wenn ich manchmal babbelwasser getrunken habe) und ich kenne auch von mir tage, an denen ich nichts oder so gut wie nichts spreche. aber würde ich das länger als drei tage aushalten, geschweige denn ein monat oder länger? und das ist einer zelle, aus der ich vielleicht zwei-, dreimal am tag rauskomme um in die kirche zu gehen um zu beten? nur einmal die woche gemeinsam essen - schweigend? nur einmal die woche eine stunde gespräch mit den anderen?
der film erklärte nichts, so gut wie nichts. das war die auflage: kein kommentar, kein künstliches licht, keine musik oder geräusche, außer denen des klosters. sozusagen teilnehmende beobachtung. man schaute in ein fremdes leben, in eine fremde lebensweise - aber ich kann nicht leugnen: mich hat das fasziniert.
allein die szene beim haareschneiden. im weltlichen leben der hort von gequatsche und klatsch. dort die ruhe, nur das summen des rasierers. und dann das liebevolle, ja zärtliche auskämmen der haare, fast meditativ schon. eine art liebesbeweis.
weite strecken des films waren im grunde photographie verbunden mit den geräuschen. das knarren von dielen. oder die - in meinen augen - großen szenen, wenn einfach portraits der möchen gedreht wurden: sie standen vor der kamera, schweigend, schauten - und erzählten mehr, als ich mir je hätte vorstellen können.
und klar bildet sich dann doch der eindruck, dass das alles verhärmte, eingeschränkte männer sind, die dem leben vollkommen entsagen und im grunde gar nicht mehr leben. und dann dieser kleine ausschnitt, wie die mönche im schnee spazieren gehen und mit lust und gelächter einen schneehang runterschlittern, wie es junggebliebene männer halt eben machen. lachen, geschwätz, applaus ...
und das war wohl das beeindruckenste: das sind ganz normale menschen, die leben, aber die ein ziel, eine aufgabe haben, an die sie glauben, der sie alles unterordnen und trotzdem das sind, was sie sind: menschen.
ich hab da echte hochachtung davor.

bauchweh

ist glaub' ich kein wunder, wenn man den ganzen tag nix gegessen hat und sich dann abends ne portion kartoffelsalat und drei lammbratwürstchen in rekordzeit reindrückt - oder?

er spricht!!!

mein gott, bin ich gerade erschrocken - boa! *herz-klopf-klopf-klopf*
sitze hier so brav am rechner, höre nebenbei die fabelhafte sendung der tag, da tönt eine stimme aus meinem computer: "sie haben eine neue mail".
das hat der noch NIE gemacht. spinn ich jetzt???

kaffee

drei tassen hab ich getrunken. für meine verhältnisse extrem viel. höre c. ganz gerne zu, er erzählt gut, teilweise aus ner anderen welt.
finde vorallem den spagat spannend, den er innerlich lebt und der sprachlich so deutlich zum ausdruck kommt.

zeitmanagement

ich und mein zeitmanagement sind nun wirklich derzeit kein liebespaar. scheint mir eher so zu sein, als würden sie nen scheidungskrieg austragen.

erste sätze

Es war einmal vor langer Zeit und das war eine sehr gute Zeit da war eine Muhkuh die kam die Straße herunter gegangen und diese Muhkuh die da die Straße herunter gegangen kam die traf einen sönen tleinen Tnaben und der hieß Tuckuck-Baby ...

james joyce: ein porträt des künstlers als junger mann

die hätte auch noch aufs bild sollen

b/w

kaffee trinken

den tag muss ich mal heute umbauen. statt erst nachmittags um den haushalt zu kümmern, mache ich das gleich. bin später zum kaffee eingeladen und wenn f. zurückkommt, soll ja alles schön sein, da der heute auch nur wenig zeit hat.

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ich hab zwar nicht vor hier zu lügen und zu erfinden und zu phantasieren, aber die umstände werden es erforderlich machen, dass ein oder andere dann doch zu 'zu verschieben' oder 'umzubenennen', um niemanden auf die füße zu treten.

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