alt!
heute, um 20:17 bin ich von einem blogger zu einem alten menschen erklärt worden!
jetzt ist es also soweit. dass das mal kommen musste, war mir klar, aber ich hatte die hoffnung, dass ich das noch ein paar jahre rauszögern könnte. aber dann war es doch zu offensichtlich, dass ich mit 3117 (ähhh 1337) nix anfangen konnte, tja ...
also ab jetzt: rheuma-bad, hämorriden-kissen, stock und parkbank - und natürlich eine langanhaltende suada über die jugend von heute.
aber dank an m. für seine schonungslose klarheit: jetzt musst du halt ertragen, dass ich mit meiner 'lebensweisheit' komme, mit meiner 'lebenserfahrung' und solchen sätzen wie: "als ich so jung war wie du ..." und "damals hat es das aber nicht gegeben" und "wenn du wüßtest ..."
und dann fang ich auch gleich an:
also m., als ich so jung war wie du, vielleicht sogar noch etwas jünger, da hat mich folgendes gedicht von hermann hesse tief beeindruckt. und wenn ich jetzt auf mein leben so zurückblicke, dann liegt der damit gar nicht falsch:
Stufen
Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
(will mal hoffen, du verstehst die anspielung, ansonsten ein kurzer wink.)
jetzt ist es also soweit. dass das mal kommen musste, war mir klar, aber ich hatte die hoffnung, dass ich das noch ein paar jahre rauszögern könnte. aber dann war es doch zu offensichtlich, dass ich mit 3117 (ähhh 1337) nix anfangen konnte, tja ...
also ab jetzt: rheuma-bad, hämorriden-kissen, stock und parkbank - und natürlich eine langanhaltende suada über die jugend von heute.
aber dank an m. für seine schonungslose klarheit: jetzt musst du halt ertragen, dass ich mit meiner 'lebensweisheit' komme, mit meiner 'lebenserfahrung' und solchen sätzen wie: "als ich so jung war wie du ..." und "damals hat es das aber nicht gegeben" und "wenn du wüßtest ..."
und dann fang ich auch gleich an:
also m., als ich so jung war wie du, vielleicht sogar noch etwas jünger, da hat mich folgendes gedicht von hermann hesse tief beeindruckt. und wenn ich jetzt auf mein leben so zurückblicke, dann liegt der damit gar nicht falsch:
Stufen
Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
(will mal hoffen, du verstehst die anspielung, ansonsten ein kurzer wink.)
diverso - 6. Nov, 20:43



