heute abend ist mir dann plötzlich total schwindlig geworden. kopfweh stellte sich ein, fühlte mich total krank. hab dann einen milchkaffee getrunken und mich in die badewanne gelegt.
da fiel mir auf. den ganzen tag noch nix gegessen gehabt, also vollkommen unterzuckert gewesen. was aufregung und nervosität so mit einem macht.
aber jetzt bin ich gut gesättigt, fühle mich wohl, bin total aufgedreht und komme mir vor wie in einem traum.
ich glaube, es gab noch nie einen freitag, an dem ich so sehnsüchtig auf den kommenden montag gewartet habe, denn erst wenn der tatsächlich da ist, werde ich beginnen zu begreifen, dass das alles kein traum ist.
jobmäßiges - 18. Jan, 22:15
gestern nacht dann doch umentschieden. kein anzug, keine krawatte. nur jeans, hemd und jacket.
in der straßenbahn dann zweifel, ob das ne gute entscheidung war. aber das war ich seit mittwoch, 11:45 uhr ja schon gewöhnt. was ist, wenn er keine schwule mag? (war kein thema). was ist, wenn er was gegen raucher hat? (ist selbst kettenraucher.) wie verkaufe ich meine biographie am besten? wie mache ich ihm klar, dass ich das packen werde? und was ist, wenn er mit dem gehalt runter will?
echt, so nervös war ich ewigkeiten nicht mehr wie heute.
und dann sitzt man da, weiß nicht wohin mit sich, und hört zu. nichts von dem, was ich erwartet habe ist eingetreten, nicht eine der 1.435 fragen, die ich mir zuvor selbst beantwortet habe, wurde gefragt. und nach einer längeren ausführung seinerseits über lastwagen dann der satz: "wissen sie, ich hab das gefühl das stimmt. können sie montag anfangen?"
YEAH!!! ich hab wieder einen job! nix mit it, wie ich es mir gewünscht habe, nix mit reisen und im anzug rumlaufen und klug tun, sondern was kreatives, was mit schreiben und organisieren und gestalten und planen und ideen umsetzen ...
zwar verdiene ich jetzt nichteinmal mehr die hälfte von dem, was ich als 'director' bekommen habe, aber dafür bin ich jetzt in einem bereich tätig, der mich interessiert, auf den ich schon immer lust hatte.
das war heute in meinem leben das dritte bewerbungsgespräch. die ersten beiden kann man eigentlich gar nicht ernst nehmen, denn damals bin ich nur dort hingefahren, weil ja der (dann zukünftige) arbeitgeber mir die reisekosten gezahlt hat und ich das nutzte, um freunde zu besuchen. echt, was es für zufälle gibt!
in der straßenbahn zurück zwei gigabyte ipod nach einem fröhlichen lied durchsucht. war nix drauf ... hat mir auch zu denken gegeben.
zwei stunden gespräch, die mal locker das leben, die biographie verändern werden.
danke für das daumen drücken - hilft anscheinend doch.
bin so richtig schön durcheinander jetzt, total müde und erschöpft, gleichzeitig aufgedreht und neugierig, voller freude und zweifel ... boah!
jobmäßiges - 18. Jan, 14:57