Mittwoch, 19. März 2008

von gestern

war ja gestern auf einer ausstellungseröffnung. d.h., ca. fast 1.000 leute in der documentahalle, die veranstalter hatten aber wohl gerade mit der hälfte gerechnet. über die hälfte musste also stehen, davon wieder 2/3 ohne sicht und ton. gut, es gab ne leinwand mit ton, die das geschehen von innen übertrug in die vorräume. da hörte man zu beginn etwas klassische musik und dann erschien ein sich in selbstzufriedenheit wiegender hessischer ministerpräsident, der es sich nicht nehmen lies, erstmal sämtliche honoratioren namentlich zu begrüßen. (ich frage mich da immer, ob es denen nicht arg peinlich sein muss.) dann hub er langatmig an über die probleme solcher situationen, wie sie gerade waren, launig zu philosophieren (bitte in anführungsstriche lesen und denken) und verkündete dann, dass der museumsdirektor angewiesen hätte, dass die ausstellung (in einem anderen gebäude) ab sofort besichtigt werden könnte, so dass die, die stehen, nicht stehen müssten, sondern gehen könnte, was aber natürlich .... (schlechte philosophische ausführungen eben). wie auch immer. mehr habe ich nicht mehr gehört, denn ich bin sofort wieder zur garderobe, hab meinen nasse jacke abgeholt - war ja selber immer noch nass, da mich auf der hinfahrt auf dem fahrrad ein schnee-graubel-schauer aber so richtig erwischt hatte - und bin rüber ins firdericanum, um mir einen ersten eindruck zu verschaffen.
auf dem kurzen weg dorthin hatte ich einen anflug einer ahnung, wie das damals gewesen sein muss, als h.-d. genscher zu den menschen in der deutschen botschaft in prag sagte, sie könnten nun ausreisen bzw. als bekannt wurde, man könnte ohne visa nach dem westen ausreisen, die mauer sei offen. einfach woanderst hin, nur weg von hier.

edit / wie ich heute erfuhr, waren es 1.600 besucher.

gerade eben vorhin

ich bin der schönste arsch, sagte m. vorhin in der kneipe.
ich konnte ihm da nur recht geben.
aber um keine unklarheiten aufkommen zu lassen. m. ist kein arsch, hat aber einen schönen.
und der satz war die reaktion auf meine feststellung, dass in der kneipe, in der wir waren, nur männer waren, die alle etwas arg dicke, um nicht fette sagen zu müssen, ärsche hatten, nix zum gucken eben.

gegensätze

draußen scheint die sonne und es schneit.
ich habe hunger und komme vom zahnarzt.
ich hätte lust auf einen tee und es gibt nur kaffee.
würde gerne schlafen hab aber noch ne menge zu tun.

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ich hab zwar nicht vor hier zu lügen und zu erfinden und zu phantasieren, aber die umstände werden es erforderlich machen, dass ein oder andere dann doch zu 'zu verschieben' oder 'umzubenennen', um niemanden auf die füße zu treten.

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