erstmal
danke an alle, die grüße und wünsche für die op geschickt haben - in welcher form auch immer.
gut geschafen habe ich zwar, war aber heute morgen dann doch gehörig angesannt. im op-zentrum angekommen, ein paar formaliäten erledigt und dann gings eigentlich gleich los. überschuhe und mantel und haube angezogen bekommen, dann noch ne kleine augenuntersuchung, dann warten. die narkoseärztin kam vorbei, sprach mich an, wie es denn mir ginge und meinte dann, ob ich was dagegen hätte, wenn sie mir jetzt schon was gäbe. ich nicht doof und hab ja gesagt. bekam dann ne kleine tablette. keine ahnung, was ich mir darunter vorgestellt habe, aber so ne richtige wirkung verspürte ich nicht. in dem raum frisch-operierte und die, denen es noch bevorstand, zusammen. die ersteren tranken kaffee, aßen kekse, unterhielten sich und waren richtig aufgeräumt. ich hab mich jeddoch sämtlichen gesprächen entzogen. nach warten in den nächsten raum, dort kurz narkose-gespräch geführt, nen zugang gelegt bekommen. wieder warten, nächstes zimmer. diesmal ne angenehme liege - ähnlich wie beim zahnarzt, dann den berühmten clip an den daumen bekommen, der blutsauerstoff und herzschlag misst. blutdruck da bei gut 140 - ne höchstleistung eigentlich. dann gab es ne sauerstoffmaske. aber ganz ehrlich, da bin ich mir nicht sicher, ob da nicht auch noch etwas anderes dabei war. denn plötzlich stand die narkoseärztin neben mir - ich war zudem zeitpunkt eher ruhig und leicht müde, die tablette wirkte dann also doch - und meinte, sie würde mich jetzt nur noch ein kleines stück müder machen, spritze mir etwas in den zugang: und weg war ich.
aufgewacht dann draußen im flur, leicht benommen merkte nur, dass das auge total betäubt ist. wie beim zahnarzt, wenn man spritzen bekommen. unangenehmes gefühl, aber irgendwie nicht schlimm.
gleich auf den op-stuhl, und da wurd's lustig. ich war wohl leicht desorientiert und mir sicher, dass ich meine augen geschlossen halte. gesicht wurde komplett abgedeckt und er machte sich ans werk. nach meinem empfinden durch die decke und durch das geschlossene lid. wird schon so nicht gewesen sein, denn er meinte, ich solle etwas tiefer nach unten schauen, was ich auch tat. dann werkelte er einfach da rum und ich sah einfach nur geile farben. selten so ein schönes, intensives blau und rot gesehen. das wechselte wie in einem kaleidoskop und ich konzentrierte mich eigentich viel mehr darauf, welche varitationen als nächstes kommt. der operateur wollte dann noch wissen, was ich beruflich mache. ich sagte "Redakatuer", worauf er hin meinte: "Oh, da müssen Sie ja viel lesen, da stelle ich Ihnen die Linse gleich mal darauf ein." Scherz?
er groggelte jedenfalls still vor sich hin, hin und wieder merkte ich, dass wasser im spiel war, einmal meinte ich leicht zu spüren, dass er jetzt was im auge macht ... aber das waren alles eher so vermutungen. mit der zeit wurde ich dann doch etwas ruhiger, konnte mich entspannen. und da kam der moment, in dem er meinte: "OK, das wars." acht minuten hat er angekündigt, gefühlt waren es vielleicht 5.
leicht beduselt wieder in den ersten raum, nen kaffee bekommen. die narkoseärztin kam nochmals vorbei, wollte wissen wann ich die nächste habe und entschloss sich dann, mit die tablette für montag gleich mitzugeben. die könnte ich auch schon ein paar stunden vorher nehmen.
kurz und gut: zahnarzt ist um einiges unangenehmer!