vatererinnerungen
den ganzen tag an vater gedacht.
den ganzen tag das übliche getan.
nicht einmal eine kerze angezündet oder sonst irgendetwas 'sichtbares' oder 'hörbares' getan.
er ist so fern so nah zugleich.
als er starb, als er tot war, als ich nochmals die leiche mir anschaute, die alles andere war, als mein vater, die mich auch nicht schreckte, die auch nicht das letzte bild ist, was ich von ihm habe, als ich 24 stunde schwieg und worte suchte, die ich nicht fand, erinnerte ich mich an die zeilen von auden, dessen gedicht durch vier hochzeiten und ein todesfall bekannt geworden ist:
Haltet alle Uhren an,
laßt das Telefon abstellen,
Hindert den Hund daran,
den saftigen Knochen anzubellen,
Klaviere sollen schweigen,
und mit gedämpftem Trommelschlag,
Laßt die Trauernden nun kommen,
tragt heraus den Sarg
nichts davon ist damals wie heute wirklich geschehen.
trotz allem: eine kerze brennt dann doch in mir und mein kopf, wie wenigen stunden vor seinem tod, ruht auf seiner hand, ich spüre seine wärme, nähe.
den ganzen tag das übliche getan.
nicht einmal eine kerze angezündet oder sonst irgendetwas 'sichtbares' oder 'hörbares' getan.
er ist so fern so nah zugleich.
als er starb, als er tot war, als ich nochmals die leiche mir anschaute, die alles andere war, als mein vater, die mich auch nicht schreckte, die auch nicht das letzte bild ist, was ich von ihm habe, als ich 24 stunde schwieg und worte suchte, die ich nicht fand, erinnerte ich mich an die zeilen von auden, dessen gedicht durch vier hochzeiten und ein todesfall bekannt geworden ist:
Haltet alle Uhren an,
laßt das Telefon abstellen,
Hindert den Hund daran,
den saftigen Knochen anzubellen,
Klaviere sollen schweigen,
und mit gedämpftem Trommelschlag,
Laßt die Trauernden nun kommen,
tragt heraus den Sarg
nichts davon ist damals wie heute wirklich geschehen.
trotz allem: eine kerze brennt dann doch in mir und mein kopf, wie wenigen stunden vor seinem tod, ruht auf seiner hand, ich spüre seine wärme, nähe.
vatererinnerungen - 8. Okt, 23:10


