vatererinnerungen
fällt mir gerade ein, weil ja bald weihnachten ist.
dieses jahr, wie alle zwei jahre, wieder bei muttern.
schlimmstes weihnachten, an das ich mich eben gerade erinnerte, war in dem jahr, als mein bruder tödlich verunglückt war. mein vater schenkte uns 'überlebenden' kindern jeweils ein kleines album mit photos unseres nun toten bruders. in dem moment war dann aber auch alles vorbei. sowas wie freude oder festliche stimmung oder nur auch eine ahnung davon ist nicht aufgekommen, wie denn auch? und wir waren alle gott froh, als dieses 'fest' vorbei war.
ich hab dann rebelliert und eingefordert, dass die nächsten weihnachten nieeee wieder so ablaufen, wie die mit der gesamten familie. was für ein kampf! fing an, dass ich wollte, dass es das abendessen vor der bescherung gab; dass das traditionelle weihnachts-abendessen abeschafft wird; dass dieses ganze zeremoniell abgeschafft wird; dass es nur noch ein geschenk gibt; dass freunde dabei sein dürfen; dass ...
ok, alles hab ich nicht durchsetzen können, aber die mir wesentlichen punkte dann schon.
und irgendwann gabs dann auch mal so anmerkungen, also jahre später, dass die ideen von mir soo schlecht ja nicht gewesen wären.
heute, auch jetzt, wo vater tot ist, kriegen wir weihnachten eigentlich ganz gut über die bühne.
und als er mir das kleine photoalbum in die hand drückte, schauten wir uns nur kurz in die augen - da hab ich sein schweigen genossen, denn: was hätte man da noch sagen sollen?
dieses jahr, wie alle zwei jahre, wieder bei muttern.
schlimmstes weihnachten, an das ich mich eben gerade erinnerte, war in dem jahr, als mein bruder tödlich verunglückt war. mein vater schenkte uns 'überlebenden' kindern jeweils ein kleines album mit photos unseres nun toten bruders. in dem moment war dann aber auch alles vorbei. sowas wie freude oder festliche stimmung oder nur auch eine ahnung davon ist nicht aufgekommen, wie denn auch? und wir waren alle gott froh, als dieses 'fest' vorbei war.
ich hab dann rebelliert und eingefordert, dass die nächsten weihnachten nieeee wieder so ablaufen, wie die mit der gesamten familie. was für ein kampf! fing an, dass ich wollte, dass es das abendessen vor der bescherung gab; dass das traditionelle weihnachts-abendessen abeschafft wird; dass dieses ganze zeremoniell abgeschafft wird; dass es nur noch ein geschenk gibt; dass freunde dabei sein dürfen; dass ...
ok, alles hab ich nicht durchsetzen können, aber die mir wesentlichen punkte dann schon.
und irgendwann gabs dann auch mal so anmerkungen, also jahre später, dass die ideen von mir soo schlecht ja nicht gewesen wären.
heute, auch jetzt, wo vater tot ist, kriegen wir weihnachten eigentlich ganz gut über die bühne.
und als er mir das kleine photoalbum in die hand drückte, schauten wir uns nur kurz in die augen - da hab ich sein schweigen genossen, denn: was hätte man da noch sagen sollen?
vatererinnerungen - 29. Nov, 23:11


