mit/leid

als ich heute ins krankenhaus fuhr, ging es mir gar nicht gut. musste ihm ne schlechte nachricht überbringen, dass es mit seinem job, den er im september beginnen wollte, nix wird. hab echt überlegt, ob ich es ihm erst später sagen sollte - aber dachte mir dann: das wird an der nachricht auch so überhaupt gar nix ändern.
er hat es recht gefasst aufgenommen, später auch gesagt, dass er im stillen damit gerechnet hätte.
in guter oe-manier fand er dann auch schnell das gute am schlechten. trotzdem, ich denke, das wird ganz schön nagen.

echt, so ein doofer unfall verändert sovieles, hat solche auswirkungen. der körper heilt zwar irgendwie, und irgendwann wird er wieder ok sein und wenn er glück hat, keine folgebeschwerden haben, aber jetzt ist er erstmal den job los, darf sich selber finanzieren. keine ahnung, ob der unfall verursachende dafür aufkommen muss. und selbst wenn, ob er es dann auch kann.

werd mal f. anrufen, der ist anwalt, vielleicht kann der mir was sagen. denn die situation für ihn ist jetzt supersaudoof. liegt da im krankenhaus rum, kann nicht agieren. seine aufgabe ist, gesund zu werden, und wenn er es dann ist, dann kann er sich erst nach nem job umschauen ... ätzend.

wenn 'mitleid' von 'mit leiden' kommt, dann hat es mich dieser tage ganz schön erwischt.
Ynnette - 14. Aug, 19:42

Mitleid

Ja irgendwie trägt man das ganze ein Stückweit mit. Damit der andere nicht alles alleine auf seinen Schultern liegen hat und merkt, er ist nicht alleine damit.

Mitleid kann eine Schulter sein zum Anlehnen und ausheulen, oder eine Hand die mit anpackt. Mitleid sollte aber meiner Meinung nach, nie den Gegenüber runterziehen und destruktiv wirken.
ach Scheiße, manchmal hilft schon, das bloße da sein können

Lexx77 - 18. Aug, 22:23

Ob das mitleiden dem anderen viel hilft, weiss ich nicht. Ob man dem anderen viel helfen muss, weiss ich auch nicht. Wenn ich an einen Todesfall ausrücken muss und es dann den Angehörigen sagen muss, dann ist deren Leid manchmal fast unerträglich. Regelmässig kämpfe ich mit meinen eigenen Tränen weil ich ihren Schmerz einen geliebten Menschen zu verlieren so gut verstehen kann. Doch was nützt es ihnen wenn ich auch anfangen würde zu heulen? Ich sehe es als meine Aufgabe an in diesem Moment stark zu sein für die anderen. Weinen kann ich zu Hause.
Ausserdem glaube ich, dass Du das ganz gut machst und diesen Menschen gut unterstützt mit Deinem Engagement, denn obwohl ich Deinen Beruf nicht kenne, so glaube ich doch, dass einen Anwalt zu konsultieren nicht unbedingt zu Deinen Aufgaben gehört - nehme ich an.
Also, ich zieh den Hut vor Dir, "Mister Betriebsstörung"!

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