ich bin nun wirklich keiner, der viel ißt. eher das gegenteil. normalerweise
kontrolliere ich das gewicht nur, um zu wissen, ob ich mal wieder zunehmen muss. kann schon passieren, dass ich, wenn ich nicht aufpasse, plötzlich wieder auf 61 kg runter bin, obwohl mein mann mir droht, unter 62 kg wird er mich verlassen.
dabei koche ich gerne, sehr gerne. wenn ich so richtig lust habe, kann es schon sein, dass ich mich ab morgens um 10 in die küche stelle, auf dass es dann am abend etwas leckeres gibt. aber steht dann das essen auf dem tisch, probiere ich nur um zu prüfen, ob es so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt habe.
ich behaupte dann immer, ich hätte schon soviel in der küche genascht, was aber üblicherweise gar nicht stimmt. (ok, eine ausnahme gibt es: wenn ich spätzle mache, dann bin ich nach dem kochen (und vor dem abendessen) wirklich satt, denn von jeder portion, die ich aus dem wasser hole, esse ich zumindest gleich ein viertel weg - denn das ist der einzige augenblick, in dem spätzle soo richtig guuut schmecken.)
seit samstag kann ich ja nur noch weiche nahrung zu mir nehmen. gestern gab es also kartoffelbrei mit soße für mich. die portion, die mir mein mann machte, sollte eigentlich auch noch für heute mittag reichen, aber diese rießenmenge hab ich dann gleich gestern abend verputzt - und später dann noch ne dose fisch, die ich mit der gabel so kleingerupft habe, damit ich nicht kauen musste.
und seit samstag habe ich eigentlich nur hunger, denke unablässig ans essen, sehe gebratenes fleisch vor mir, knackiges gemüse, bratkartoffeln und und und ...
schon wundersam, was so eine psyche mit einem anstellt, wenn mal was nicht geht.